Gold vs. Bitcoin: Welches Investment ist besser für den Vermögensaufbau?
Gold und Bitcoin zählen zu den wichtigsten Investments zum Schutz vor Inflation. Gold verfügt über eine jahrtausendelange Historie und wird seit jeher als Wertaufbewahrungsmittel genutzt. Bitcoin hingegen wird häufig als „digitales Gold“ bezeichnet und existiert erst seit rund 15 Jahren.
Doch welches dieser beiden Assets wird sich in Zukunft besser entwickeln?
Historische Entwicklung
Ein direkter Vergleich zwischen Bitcoin und Gold ist nur eingeschränkt möglich. Gold existiert seit Jahrhunderten und hat sich über Generationen hinweg als Wertaufbewahrungsmittel etabliert. Bitcoin hingegen wurde erst vor rund 15 Jahren geschaffen und befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase.
Bitcoin kann daher eher mit einem Startup verglichen werden, das in kurzer Zeit stark gewachsen ist. Aussagen über seine langfristige Stabilität lassen sich erst treffen, wenn deutlich mehr historische Daten vorliegen. Ein fundierter Vergleich zwischen Gold und Bitcoin wird somit erst mit zunehmender Historie sinnvoll sein.
Inflationsschutz und Kaufkrafterhalt
Ein Argument gegen Gold ist, dass immer noch neues Gold ausgegraben wird. Jedes Jahr kommt weiteres Gold auf den Markt, sei es durch neue Minen oder neue Entdeckungen. Dieses zusätzliche Angebot kann langfristig die Rendite drücken. Bei Bitcoin ist das anders. Es wird niemals mehr als 21 Millionen Bitcoins geben. Diese feste Grenze kann nicht verändert werden und sorgt dafür, dass Bitcoin nicht verwässert werden kann. Viele sagen aber auch: In einer echten Krisensituation, zum Beispiel bei einem Stromausfall oder im Krieg, kann man mit Gold immer noch bezahlen. Bitcoin braucht Strom und Internet – ohne beides ist es kaum nutzbar.
Risiken und Volatilität
Was man bedenken muss, wenn man sagt, dass Bitcoin ein deutlich besseres Investment ist als Gold, ist das Risiko dahinter. Wenn du mit Bitcoin am Ende des Jahres 20 % Gewinn machst und mit Gold nur 10 %, klingt Bitcoin natürlich attraktiver. Die Frage ist aber: Welches Risiko bist du dafür eingegangen? Wenn sich dein Krypto-Portfolio zwischendurch halbiert hat, am Jahresende aber trotzdem noch 20 % Plus zeigt, kann das für dich okay sein. Viele Menschen kommen mit solchen Schwankungen jedoch nicht klar. Gerade wenn man kurz vor der Rente steht, können starke Kursschwankungen extrem belastend sein. In solchen Fällen kann Gold trotz geringerer Rendite die bessere Wahl sein, da es deutlich weniger volatil ist.
Liquidität und Handelbarkeit
Grundsätzlich kannst du sowohl Gold als auch Bitcoin relativ schnell wieder verkaufen. Beide haben einen riesigen Markt, und Liquidität ist bei beiden vorhanden. In der Praxis merkt man aber einen Unterschied. Bei Bitcoin dauert es oft länger, bis das Geld wirklich wieder auf deinem Bankkonto ist. Meist läuft es über mehrere Schritte: von der Cold Wallet zum Broker, dann verkaufen und anschließend das Geld auf das Bankkonto überweisen. Gold ist hier einfacher. Du kannst damit zu einem Juwelier oder Edelmetallhändler gehen und es oft sofort verkaufen. Gerade in Krisensituationen wirst du dein Gold in der Regel schneller zu Geld machen können als Bitcoin.
Sicherheit und Verwahrung
Die Verwahrung ist bei beiden Assets grundsätzlich nicht besonders schwer, Fehler können aber fatal sein. Bei Gold hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du bewahrst es zuhause auf, zum Beispiel in einem Safe, oder du lagerst es in einem Bankschließfach. Beides ist relativ einfach und gut nachvollziehbar. Bei Bitcoin ist es etwas komplizierter. Viele lassen ihre Bitcoins direkt auf einem Broker oder in einem Hot-Wallet, dabei besteht jedoch die Gefahr von Hacks oder dass die Plattform pleitegeht. In diesem Fall kann es passieren, dass man seine Kryptowährungen nicht zurückbekommt, da sie kein Sondervermögen sind. Deshalb sollte man seine Bitcoins möglichst schnell nach dem Kauf auf ein Hardware-Wallet übertragen. Wir empfehlen hier Trezor, da die Wallets Open Source sind und aus unserer Sicht zu den besten auf dem Markt gehören. Mehr dazu findest du hier:
Trezor Hardware Wallet kaufen – Anleitung, Vorteile & häufige Fehler
Für wen eignet sich welches Investment?
Für alle, die nicht viel Risiko aushalten, keine großen Preisschwankungen wollen oder ihr Investment in naher Zukunft wieder verkaufen müssen, ist Gold das bessere Investment. Wenn man es aber schafft, auch Phasen mit -50 % durchzustehen, kann Bitcoin eine Option sein. Falls du wissen willst, mit welcher Strategie du dein Krypto-Portfolio absichern kannst, damit es nie -50 % verliert, schau hier mal nach:
Krypto Trading: Strategien für langfristigen Vermögensaufbau
Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen dienen ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und stellen keine Anlageberatung, Finanzberatung oder Kaufempfehlung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit Risiken verbunden. Jeder handelt auf eigene Verantwortung und sollte sich vor finanziellen Entscheidungen selbstständig informieren oder professionellen Rat einholen.
